
Wer hat der Welt die Bibel geschenkt?
Hat die römisch-katholische Kirche der Welt die Bibel geschenkt, wie sie behauptet? In einem Buch mit dem Titel „Die Bibel ist ein katholisches Buch“ von Jimmy Akin heißt es in der Zusammenfassung: „In ‚Die Bibel ist ein katholisches Buch‘ zeigt Jimmy, dass die Bibel nicht losgelöst von der Kirche existieren kann. In ihren Ursprüngen und ihrer Ausgestaltung, in den Wahrheiten, die sie enthält, in ihrer sorgfältigen Bewahrung über die Jahrhunderte hinweg sowie im gebetsvollen Studium und der Erläuterung ihrer Geheimnisse ist die Heilige Schrift untrennbar mit dem Katholizismus verbunden. Das ist nur folgerichtig, da beides von Gott stammt, zu unserem Heil.“ In „Catholic Bible 101“ heißt es: „Die Kirche hat der Welt die Bibel geschenkt. Die Bibel existiert nicht losgelöst von der Kirche.“ Ist das zutreffend? Die römisch-katholische Kirche hat ihren Bibelkanon erst auf dem Konzil von Trient im Jahr 1546 offiziell angenommen. Was die östlich-orthodoxen Kirchen betrifft, so haben sie ihren Kanon erst 1672 auf der Synode von Jerusalem endgültig festgelegt. Die protestantischen Kirchen sind aus der römisch-katholischen Kirche hervorgegangen, sie entstanden also zeitlich später. Hätte Gott Seine wahre Kirche jahrhundertelang ohne Sein Wort gelassen? Gab es eine Kirche, die eine ununterbrochene Überlieferungskette der Schriften aufrechterhielt? Wenn ja, welche Kirche war das? Von Anfang an hat die Kirche Gottes diese Überlieferungskette aufrechterhalten. Der Apostel Johannes übergab die Bücher und das Wissen über den Kanon an Polykarp von Smyrna, der dies wiederum an andere weitergab. Und vor allem: Wer hat der Welt wirklich die Bibel gegeben?
